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Icons

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Allgemeines

Icons können überall dort verwendet werden, wo man Beschriftung einsetzt. Die Bedeutung eines guten Icons wird auf einen Blick begreifbar - sie müssen nicht erst gelesen, analysiert, durchdacht oder übersetzt werden.

Untersuchungen von Verkehrszeichen haben gezeigt, daß ikonische Zeichen doppelt so schnell und in doppelter Entfernung "gelesen" werden können wie beschriftete.

Ein weiterer Vorteil von Icons ist, daß man mit ihnen auf weniger Fläche dasselbe wie mit einem Text aussagen kann, also Platz spart.

Sinnvoll ist es, einem Icon eine charakteristische Form zu geben. Damit kann es ein Anwender schneller auffinden und zuordnen - selbst bei einem vollen Bildschirm. Die Fähigkeit sich an graphische Darstellungen zu erinnern und sie wiederzuerkennen ist sehr groß. Lionel Standing hat 1973 in einer Studie z.B. nachgewiesen, daß Testpersonen nach dem Zeigen von 2500 Dias (jeweils 10 Sekunden lang) aus zwei danach gleichzeitig gezeigten Dias mit 85-95%iger Sicherheit das bereits gesehene herausfinden konnten.

Soweit zur Theorie des Icons. Jeder wird sich selbst noch einige weitere Vorteile von Icons gegenüber Texten vorstellen können. Nur, was zeichnet ein gutes Icon aus?

Jedes Symbol muß eine starke und direkte Assoziation mit der gewünschten Bedeutung wecken. Wenn man ein Symbol auswählt, sollte man auf solche zurückgreifen, die den Gedanken, den man mitteilen will, auf natürliche und direkte Weise nahelegt. Am besten nimmt man Symbole, die den Gegenstand selbst zeigen oder ihm zumindest physisch ähneln. Ist das nicht möglich, so sollte man ein verwandtes Objekt darstellen. Nur wenn auch das nicht möglich ist, sollte man eine abstraktere Symbolik heranziehen, wie z.B. Farbe, Form, Position, Muster und Struktur.

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Zeichnerische Gestaltung

Man kann Icons auf 5 verschiedene Arten zeichnen, abhängig von Detailtreue und Realismus:
Fotografie
Diese Methode sollte angewandt werden, wenn ein hoher Grad an Detailtreue erforderlich ist, z.B. um berühmte Wahrzeichen darzustellen. Probleme können dabei aber wegen der benötigten Fläche (ein Icon von 32x32 eignet sich höchstens für kleinste Bilder) und der verwendeten Farbanzahl auftreten. Grundsätzlich sollte man auch nur bekannte Objekte so darstellen.
Zeichnung
Das ist die wohl am häufigsten verwendete Methode beim Zeichnen von Icons. Hauptmerkmal sind klar umrissene Konturen und die Darstellung charakteristischer Details im Inneren.
Karikatur
Diese Methode ist der vereinfachten Zeichnung vergleichbar, nur daß hier (daher auch der Name) entscheidende Details gezielt übertrieben werden, hauptsächlich, um die Aufmerksamkeit auf ein kleines, entscheidendes Merkmal zu lenken. Die Karikatur eignet sich gut, um komplizierte Details zu vereinfachen
Umriß
Eine noch stärkere Vereinfachung als bei der Karrikatur oder der Zeichnung. Die Objekte werden nur noch im Umriß dargestellt, und nur auffällige Details im Inneren werden gezeigt. Gut geeignet ist diese Methode für Objekte mit charakteristischem Profil, wie ein Flugzeug oder ein Buch.
Silhouette
Dies ist die einfachste Methode. Es wird eine Form in einer einzigen, vom Hintergrund sich abhebenden Farbe dargestellt. Eingesetzt wird sie, um unwesentliche Details zu verbergen (wie z.B. bei Verkehrszeichen), aber auch bei Objekten, die zu dünn sind, um mit einer separaten Umrißlinie dargestellt zu werden (z.B. ein Kabel mit Stecker).
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Rahmen

Ein Rahmen hat Vor- und Nachteile.

Ein Rahmen zeigt eindeutig die Ausdehnung des Icons. Er teilt also mit, wo das eine Icon endet und wo das nächste beginnt. Für ein interaktives System ist daher der Einsatz von Rahmen sinnvoll, da der Anwender genau sehen kann, wo sich eine aktivierbare Fläche befindet und wo nicht.
Ferner verleihen Rahmen den Icons ein einheitliches Aussehen. Damit sieht die gesamte Oberfläche aufgeräumter aus.

Ein wesentlicher Nachteil ist, daß den Icons ihr charakteristisches Aussehen verloren geht. Damit ist nicht mehr auf den ersten Blick (anhand der Form) erkennbar, welches Icon man wo findet - was natürlich erst bei vollen Oberflächen ein echtes Problem darstellt.
Ferner müssen die eigentlichen Icons natürlich kleiner werden, stellt man den Icons nicht nach Hinzufügen des Rahmens mehr Platz zur Verfügung.

Sofern man keine einheitlichen Rahmen verwendet, kann man den Icons noch eine zusätzliche Bedeutung hinzufügen - bzw. die bisher dargestellte Bedeutung deutlicher herausstellen. Auch kann man Icons auf diese Art und Weise gruppieren. Aber es geht natürlich einer der Vorteile verloren: die Übersichtlichkeit.

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Farbe

Der Einsatz vor Farbe ist nicht ganz unproblematisch. Wenn sie richtig eingesetzt wird, so kann man mit ihr etwas aussagen, wenn sie falsch eingesetzt wird, kann sie aber auch verwirren. Daher sollte man folgende Regeln beherzen:
  1. Den Entwurf zunächst in Schwarz/Weiß anfertigen.
  2. Danach Farben hinzufügen, um die Wirkung zu verbessern.
  3. Farben redundant einsetzen. Die Farbe darf nicht das einzige charakteristische Merkmal sein.
  4. Kräftige Farbkombinationen wählen. Kontrastschwache Icons büßen ihre Lesbarkeit ein.
Weshalb sollte man nun Farben einsetzen? Da lassen sich mehrere Gründe finden:
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Beschriftung

Wenn ein Symbol nicht eindeutig ist, oder nicht allen Benutzern bekannt, so sollte es immer beschriftet sein. Dann kann auch ein Benutzer, der das Symbol zum ersten Mal sieht, etwas damit anfangen. Eine Beschriftung hat die Aufgabe, die Bedeutung des Bildes klar herauszustellen.

Die Beschriftung kann man als Bildunterschrift, als Titel (Bildüberschrift), als Anmerkung (neben dem Icon), als Bildkomponente (im Icon mit enthalten) oder an anderer Stelle (dann aber deutlich machen, daß Text und Icon zusammengehören!) zu finden sein.
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Vereinheitlichung

Einheitlichkeit hat an sich keinen Nutzen. Aber der Vorteil besteht in der "Vorhersagbarkeit" eines Icons. Das ist wichtig beim Entwerfen einer ganzen Serie von Symbolen, denen man damit von vornherein ansieht, daß sie zusammengehören.
Eine konsequente Verwendung von Merkmalen (also gleichartigen Elementen wie Farbe, Muster, Struktur, Linienart und Linienstärke) verkürzt die Zeit, die ein Anwender benötigt, um sich die Icons einzuprägen.

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Checkliste für gute Icons

Diese Liste entstammt dem Buch von William Horton: "Das ICON-Buch". Nicht jeder Punkt ist davon unbedingt zutreffend, nach meiner Meinung bietet diese Liste aber eine sehr gute Richtschnur zum Entwerfen von Icons.
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Abschließende Bemerkung

Man könnte dieses Dokument noch beliebig verlängern und erweitern. Interessierten Lesern sei das Buch von William Horton: "Das ICON-Buch", erschienen im Verlag Addison-Wesley empfohlen, dessen ich mich bei der Gestaltung dieses HTML-Dokuments auch bedient habe. Einziges "Problem": Das Buch kostet DM79.90.
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© Torsten Buller, created: 1995-10-24, modified: 1996-01-25