
FHTW-Berlin , Universität Linz
So schnell, wie die Werbung im Netz geschaltet ist, so schnell kann es dann auch vorbei sein. Dazu möchte ich einmal den PRO7-Videotext vom 22.11.1995 zitieren, in dem stand:
"Während deutsche Juristen noch angestrengt diskutieren, unter welchen Bedingungen Vergehen im Internet bestrafbar sind, zeigen US-Behörden hier weniger Zögerlichkeit:
Die amerikanische Fluggesellschaft "Virgin Atlantic Airways" wurde jetzt vom Transportministerium wegen einer Werbeanzeige im Internet mit 14.000 $ Strafe belegt. Das Unternehmen hatte mit Preisen geworben, die nicht verfügbar sind."
Das Beispiel zeigt, daß es die Werbestrategie doch recht genau überdacht sein muß. Es gelten also die selben Gesetze im Internet, wie für alle anderen Werbemedien.
Wer wirbt denn nun eigentlich im Internet? Die Werbenden sind Firmen aus allen Bereichen, Institutionen und private Anbieter , Bildungseinrichtungen , Blumenläden
und Verkehrsgesellschaften .
Daraus ist sehr leicht die Vielfalt der möglichen Werbeträger zu erahnen - das Angebot ist in seinem Spektrum fast grenzenlos. Ebenso vielfältig sind die Wege der Umworbenen zu den online-Angeboten hin. Es gibt mehrere Suchengines, die man mit dem Suchbgriff füttrn kann, damit sie eine Liste mit allen möglichen Verweisen zum Thema erstellt. Und darin liegt auch ein großer Vorteil für die Werbeanbieter: Die kommt zum Kunden direkt ins Haus - und zwar nicht nur zu den speziell anvisierten "Opfern", vielmehr wird die Werbung einem weitaus größeren Publikum auf den Bildschirm gestellt. Denn wer kann von vornherein an der Internet-Adresse schon erkennen, ob es sich um einen Werbenden handelt oder nicht. Darin liegt der Vorteil der kommerziellen Anbieter und gleichzeitig der Nachteil für den Net-Surfer. Denn der wird (ebenso wie im Fernsehen) mit Werbung gefüttert, obwohl er das vielleicht gar nicht wünscht.
© r.vollmer
created: 1995-November, modified: 1996-Januar