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Xanadu

Hypertext

1965 prägte Ted Nelson den Begriff hypertext. Er formulierte: "hypetext mean nonsequential writing - text that branches and allows chioce to the reader, best read at an interactive screen", T. Nelson, "Literary Machines

Hypertext kann als ein technisches Konzept gesehen werden, welches die verzweigenden Wege des Denkens in der Dokumentation unterstützt. Verzweigen bedeutet aber auch Vernetzen, Zusammenführen, Zusammenhänge erkennen. "Das Ziel des Denkens in Zusammenhängen liegt in der Gewinnung von Sinn und Bedeutung. Die Bedeutung eines Textes soll aber so wenig wie möglich durch das Hypertext-Sysem selbst vorstrukturiert werden, sondern durch die individuelle Anwendung" (Hanns-Johann Ehlen, in "Hypertext und Multimedia", S: 271 U. Glowalla, E. Schoop Hrsg., Heidelberg 1992.)

"Autor und Leser haben ihre eigenen Ziele im Umgang mit dem Text. Die Leser werden die Hypertextstruktur dazu einsetzen, Entdeckungen zu machen, die sie in bisher (auch vom Autor, Anm. d. Verfassers) nicht gedachte Zusammenhänge führen." (ebenda) Die Sinnerfüllung erfolgt im Augenblick des Navigierens durch die Hypertextsysteme. Die Leser werden somit zu Autoren, die Filmenthusiasten zu Drehbuchautoren und Regisseuren, ...

Xanadu

Xanadu ist ein gesellschaftspolitische Konzept. Inspiriert von Orson Welles's Citizen Kane, träumte auch Nelson von einer besseren Welt, in der jedem Menschen der Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit offen steht.

Das Xanadu-System verlangt folgende Voraussetzungen:

  1. Es ist eine universelle Bibliothek,
  2. es erlaubt colaboratives Erstellen von Dokumenten,
  3. die Dokumentversionen werden verwaltet,
  4. das Urheberreicht bleibt gewahrt,
  5. es unterstützt nichtsequentielles Schreiben (Hyperlinks)

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