Das Dorf

Die Sprache des Dorfes

Das Dorf hat seine eigene Sprache wie die Nachbardörfer auch. Der Eingeweihte erkennt den Fremdling bereits bevor er den Mund öffnet um zu sprechen. Die Sprache des Dorfes ist stets von einer ausgeprägten Mimik und Gestik begleitet.

Manche Bewohnerinnen pflegen das "Deklamieren". Dabei werden in Versen gekleidete, wahre Begebenheiten vorgetragen. In der Sprache des Dorfes versteht sich.

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.. und nale in da Weihnochtswocha
hot sei' Oidi zu eahm g'schprocha
Dei' schwoaze Hosn', liaba Mau
de wiad scho schida, schau da's au.
...und neulich in der Weihnachtswoche
hat seine Frau zu ihm gesprochen
Deine schwarze Hose lieber Mann
sie ist schon abgenutzt, schau sie dir an.

Die Sprache dieser harten Gebirgsregion hat Berühmtheit erlangt. Gemischt mit Klängen des Hardrock und modernen Themen, läßt sie sich in ferne Länder exportieren.

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.. es grausaugadn'
schiaschauadn'
schochtlzottign'
hoiwongadn' Weiwa
Ihr nicht gerade hübschen Frauen
(Die Ehrfurcht vor dem weiblichen Geschlecht
verbietet eine nähere Übersetzung
zumindest in geschriebener Form.

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Der Erfolg dieser Sprache ist u.a. auch auf eine typische Form der Kommunikation zurüchzuführen die ausschließlich in den Alpentälern richtig beherrscht und interpretiert wird. Eine Übersetzung ist im Sinne Wittgensteins nicht zielführend.

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Dieser wohl kritische Erfolgsfaktor für den Export der Sprache ist ihr eigentlich fremd. Die Verbindung der Elemente zu einem Ensemble führte zu zahlreichen kritischen Auseinandersetzungen mit der Darbietung.


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© h.mittendorfer, created: 20.11.95, modified:20.11.95