NewMedia FHTW-Berlin, Universität Linz

Farben

Farben spielen bei NewMedia ebenso eine wichtige Rolle, wie bei den klassischen Medien. Ihre Anwendung ist jedoch neuen Aspekten unterworfen, sind die Techniken in denen sie dargestellt werden doch erheblich anders geartet, als etwa das Papier. In den Neuen Medien wechseln Bewegtbilder und Festbilder einander ab, sind Bestandteil jeweils des anderen. Jedes Objekt, sei es Text, Bild oder Bewegtbild kann vor veränderlichem Hintergrund erscheinen, selbst die Farbgebung einzelner Objekte kann benutzerdifinert beeinflußt werden.

Wenngleich die psychologischen Wirkungen der Farben in NewMedia noch weitgehend unentdeckt sein mögen, ihre physikalische Gesetzmäßigkeit ist dennoch gült.

Einflußfaktoren

Farben werden aus drei Komponenten bestimmt:
  1. die Lichtquelle,
  2. das (farbige) Objekt,
  3. die Sensorik des Betrachters.
Sollen Farben künstlich erzeugt werden, so haben sich dazu grundlegende Verfahren entwickelt, deren Theorie und Anwendung wesentlich älter sind, als die Computertechnik.

Die additive Farbmischung

Farbkreise, RGB Das additive Verfahren, auch als RGB bekannt, erzeugt aus einer Mischung von rotem, grünen und blauen Licht jeden beliebigen Farbton. Werden alle Grundfarben zu gleichen Teilen gemischt, entsteht weiß, sendet keine der Grundfarben Licht aus, "so bleibt es schwarz". Weiß bedeutet sogesehen alle Farben, schwarz keine.

Computermonitore z.B. arbeiten nach diesem Verfahren. Der damit erzielbare Farbumfang bei digitaler Repräsentation des Farbwertes, hängt von der Größe des dafür reservierten Speicherplatzes ab.

16 Millionen Farben (true Color) benötigen je 8 Bit pro Grundfarbe. Daher auch die "Bezeichung 24-bit Karte". Diese reservieren für jeden darstellbaren Bildpunkt 24 bit im Video RAM. Manche Systeme verwenden 32 bit zur Repräsentation des Farbwertes, wobei 8 bit zusätzlich für die Eigenschaft Transparenz eingesetzt werden.

Die Farbpalette

Farbpalette Videoram ist noch relativ teuer, 24 bit-tiefe Farbdokumente sind sehr speicherintensiv. Um mit geringer Bittiefe (z.B. 8 Bit je Bildpunkt) eine zufriedenstellende Farbdarstellung zu erreichen, hat man die Palettentechnik entwickelt.

Dabei wird, in der Regel abgestimmt auf das jeweilige Farbblid, eine Auswahl von Farben (=Palette) bestimmt, die Verwendung findet. Je nach Darstellung kann die Farbauswahl z.B. aus 256 Grüntönen für ein "Wald- und Wiesenbild" bestehen. Das sogen. GIF-Format, im WWW häufig verwendet, bedient sich der Palettentechnik.

Die subtraktive Farbmischung

Farbkreise, CMYK Das subtraktive Verfahren, auch als CMYK bekannt, erzeugt aus einer Mischung von Cyan, Magenta und Gelb (Yellow) den Farbton.

Nicht wie bei Computermonitoren, die das farbige Licht selber emittieren, werden Farben nach dem CMYK Verfahren durch Aufeinanderdrucken der subtraktiven Primärfarben erzeugt. Dei subtraktiven Farben leben aber auch von Ihrer Beleuchtung. Die Mischung aller primärfarben erzeugt hier Schwarz.

Da Druckfarben immer etwas verunreinigt sind, bzw. zur Steigerung der Brillianz der Farben, wird als 4. Farbe schwarz beifügt. Daher die Bezeichnung CMYK

Der Farbraum eines Mediums

Farbraum Jedes Objekt, auf dem künstlich Farben erzeugt werden, hat seine Einschränkungen gegenüber dem Farbspektrum der Natur. Der sichtbare Farbraum ist der Größte. Bedrucktes Papier kann z.B. weniger Farbendarstellen (CMYK Verfahren), wie Computermonitore (RGB Verfahren).


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